Winterliche TRAUMHOCHZEIT

Winterliche TRAUMHOCHZEIT

auf Schloss Kreisbach

Österreichisch-sardinische Traumhochzeit auf Schloss Kreisbach

 
Mein Name ist Sandra Frank und ich bin gebürtige Traisnerin. Zusammen mit meinem Verlobten Antonio Sotgiu, aus Sardinien stammend, waren wir auf der Suche nach einem schönen Standort für unsere standesamtliche Trauung. Das historische, romantische Schloss Kreisbach in Wilhelmsburg entsprach auf Anhieb all unseren Vorstellungen. Und so sassen wir bald mit dem „Schlossherrn“ des Kulturvereins Schloss Kreisbach, Leo Renz und der „Schlossherrin“ Christine Renz bei einem Glaser´l Wein zusammen, um den Ablauf der Hochzeit zu besprechen.

15.12.2007 – Unser großer Tag!
Österreichisch-sardinische Traumhochzeit auf Schloss Kreisbach

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Unser großer Tag

Mein elegantes, grünes Kleid (im Hochzeitshaus Randegg erworben) sitzt wie angegossen, die Friseurin Sonja Wieser hat mich schön frisiert und geschminkt, es kann losgehen … Der für die Hochzeit engagierte Chauffeur, Herr Fischer und Antonio holen mich ab und es geht durch die Winterlandschaft Richtung Wilhelmsburg. In Wilhelmsburg hat Herr Fischer eine Überraschung für mich parat, denn die Fahrt zum Schloss Kreisbach wird stilgerecht im Oldtimer Mercedes 170 SD, BJ 1956 fortgesetzt. Dort angelangt stehen schon unsere Hochzeitsgäste Spalier und der Zeremonienmeister, Leo Renz, eingehüllt in historische Gewänder führt uns in den festlich geschmückten Kreuzrippengewölbesaal. Herr Schmid, unser Standesbeamter leitet die Trauung ein. Seine feierliche Rede und die Atmosphäre des Schlosses bescheren uns eine unvergessliche Zeremonie. Beim Ringwechsel erklingt unser Lieblingslied „Love me tender“ von Elvis Presley und zur Gratulation wird ein Glas „Jörgerblut“ gereicht. Der Fotograf bittet uns zum Gruppenfoto und schiesst wunderschöne Bilder von Antonio und mir.

Um 14.30 Uhr eröffnen wir die Hochzeitstafel, Christine Renz, der Florist Martin Zistler und sein Team aus Wilhelmsburg haben das Obergeschoss des Kulturspeichers liebevoll dekoriert und mit Blumen geschmückt. Die guten Geister des Kulturvereins Schloss Kreisbach servieren das Vorspeisenteller mit Speck, Käse, Liptauer .. gefolgt von einer kräftigen Frittatensuppe, danach wird das Buffet eröffnet: Rindsmostbraten mit Serviettenknödel und Preiselbeeren, Schnitzel vom Jungschwein mit Sesam gebacken und Reis, Gemüsestrudel mit Schnittlauchsauce, Hirschragout mit Spätzle oder Kartoffel, Salatvariation. Die von Christine Renz gezauberten, hausgemachten Gerichte schmecken sehr gut und der als Dessert servierte Apfelstrudel mit Vanillesauce ist einfach ein Gedicht. Das Service ist zuvorkommend, freundlich und alle Gäste sind rundum zufrieden. Für Antonio und mich kommt nun der Zeitpunkt, um den Brauttanz zu eröffnen. Rainer Weissmann, unser Musiker beginnt zu spielen und nach und nach füllt sich die Tanzfläche. Die Stimmung ist locker, Rainer hat ein paar Spiele vorbereitet. Unter grossem Gelächter werden einige sardische und österreichische Gäste zum Jodeln, Schuhplattl’n und Singen „gezwungen“. Als Gewinner geht übrigens ein waschechter Wilhelmsburger, Karl Graf hervor.

So viel Bewegung macht hungrig, Antonio und ich schneiden die wunderschöne dreistöckige Hochzeitstorte (Nuss-  Karotte- und Sachertorte) von der Konditorei Punschkrapferl aus St. Pölten an. Nach dem Genuss von Kaffee und Torte besichtigen wir zusammen mit Leo Renz die Schlosskapelle, genannt Annakapelle. In Gedenken an meine verstorbene Grossmutter, Anna Zöchling zünden wir eine Kerze an und sprechen ein Gebet. Ein Moment der Stille und des Innehaltens, ich spüre ganz stark, dass meine Oma bei uns ist uns sich mit uns über die Hochzeit freut.

Es ist bereits dunkel, dicke Schneeflocken fallen vom Himmel, zwei Feuerkörbe vor dem Schlosseingang erleuchten die märchenhafte Kulisse und wir fühlen uns in die Zeit der Ritter und Prinzessinnen zurückversetzt. Im Schloss wird gesungen und getanzt und weder mein Bräutigam noch die Hochzeitsgesellschaft bemerken, dass mich furchterregende Ritter des St. Veiter Mittelaltervereins „Furor Teutonicus“ in den Kreuzrippengewölbesaal entführen und gefangen halten. Mittelalterliche Musik ertönt, ich blicke verzweifelt aus dem Fenster, wann kommt mein holder Bräutigam um mich zu retten???? Endlich, ich höre Stimmengewirr, man ruft meinen Namen…. Die Ritter stellen Antonio vor die Wahl: Schwertkampf oder Freikaufen der Braut. Mein Ritter „ohne Furcht und Tadel“ entscheidet sich für Freikaufen, seine Widersacher geben sich allerdings nicht mit einer Flasche Mirto (sardischer Myrthenlikör) zufrieden. Der Klingelbeutel wird herumgereicht, ein „Medicus“ untersucht Antonios Gesundheit und prüft, ob er meiner auch würdig ist. Das Ergebnis ist positiv und so werde ich freigelassen und kann meinen Held in die Arme schliessen. Die „Furor Teutonicus“ haben noch eine tolle Überraschung für Antonio: Er wird  mit einem Schwert zum Ritter geschlagen und bekommt eine Urkunde überreicht.

Nachdem wir uns vom „Schreck“ erholt haben wird wieder getanzt und gefeiert und bei so manchem Gast zeigt der hochprozentige „Mondscheinbrand“ seine Wirkung. Jetzt kommt gerade die von Christine zubereitete, feurige Gulaschsuppe recht, der Durst wird mit „Sigl“ Spezialbier gelöscht. Langsam geht der Abend seinem Ende zu, die Gäste fahren nach Hause und jetzt macht sich auch bei Antonio und mir die Müdigkeit bemerkbar. Wir stossen mit Christine und Leo Renz mit einem Schnapserl auf die gelungene Hochzeit an und dann verlassen wir wehmütig das Schloss, in dem wir uns wie ein Prinzenpaar gefühlt haben.

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